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Richard-Merten-Preis 2007 in Frankfurt / Main verliehen

Auszeichnung für innovatives telemedizinisches Projekt zur Verbesserung hämatologischer Laboranalysen

Eltville / Frankfurt, November 2007. In einer feierlichen Verleihung im Hotel Hessischer Hof in Frankfurt / Main wurde jetzt Dr. Andreas Weimann mit dem Richard-Merten-Preis 2007 ausgezeichnet. Mit dem jährlich vergebenen, mit 10.000 Euro dotierten Preis werden herausragende Arbeiten zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen prämiert.

Der diesjährige Preisträger, Dr. med. Dipl.-biochem. Andreas Weimann vom Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie der Berliner Charité, wurde für seine exzellente Arbeit zur „Implementierung eines kosteneffektiven, konsolidierten und verbesserten telehämatologischen Services der drei Universitätskrankenhäuser der Charité - Universitätsmedizin Berlin“ ausgezeichnet.

Die Festrede hielt in diesem Jahr Prof. Dr. Günter Neubauer, Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Spezialgebiet Sozial- und Gesundheitsökonomik an der Universität der Bundeswehr in München und ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen. In seiner kenntnisreichen, unterhaltsamen und von den zahlreichen geladenen Gästen mit großem Interesse verfolgten Ansprache ging Professor Neubauer vor allem auf Fragen der künftigen Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems ein.

Höhere Qualität, besserer Service, niedrigere Kosten

Danach stellte Dr. Andreas Weimann sein preisgekröntes Projekt vor. Hintergrund ist die Fusion der drei Berliner Universitätskliniken zur „Charité - Universitätsmedizin Berlin“, in deren Rahmen auch ein Zusammenschluss der einzelnen Routinelabore stattfindet. Ziel des Projektes war es, diesen Prozess zur Einführung einer innovativen telediagnostischen Lösung im Bereich der Labor-Hämatologie zu nutzen. So sollten die Qualität der Analysen sichergestellt, der Service verbessert und nicht zuletzt die Kosten für Verbrauchsmaterial und Personalaufwand reduziert werden - angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin ein richtungweisendes Projekt.

Telemedizin ermöglicht effektive Online-Zusammenarbeit

Dank der erfolgreich durchgeführten Vernetzung der drei Kliniken und dem Einsatz der neu entwickelten Telehämatologie-Systeme kann der Großteil der hämatologischen Routinelaboranforderungen heute vollautomatisch im Zentrallabor verarbeitet werden. Erstmals können Labormitarbeiter diagnostische Auffälligkeiten direkt online überprüfen - unabhängig von ihrem jeweiligen Standort. Mittels der digitalisierten Daten und Ergebnisse ist es Medizinern problemlos möglich, Telekonferenzen und Telekonsultationen mit Kollegen durchzuführen. Für die Zukunft wird ein telehämatologischer Austausch von Befunden mit Krankenhäusern außerhalb des Charité-Verbundes angestrebt - so können auch externe Experten ohne Zeitverzug und an jedem beliebigen Ort konsultiert werden.

Der Richard-Merten-Preis ist mit 10.000 Euro einer der höchstdotierten Preise im Gesundheitswesen und wird seit 1992 von der Stiftung Richard-Merten-Preis verliehen. Das Ziel: herausragende Arbeiten auszuzeichnen, die mittels Nutzung moderner EDV eine Verbesserung des medizinischen/pharmazeutischen Handelns ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen leisten. Stifter des Preises sind die ADG Apotheken- Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim, die DOCexpert GmbH, Bamberg, die MCS Modulare Computer und Software Systeme AG, Eltville, sowie das Marktforschungsunternehmen medimed GmbH, eine Tochtergesellschaft der Cegedim Deutschland GmbH.

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Pressekontakt

Kornelia Kremer

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