Direkt zum Inhalt oder zur Hauptnavigation oder zum Seitenabschluss.

Auszeichnung für innovatives telemedizinisches Projekt zur Verbesserung hämatologischer Laboranalysen
Eltville, September 2007. Der diesjährige Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Richard-Merten-Preises, mit dem herausragende Arbeiten zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen prämiert werden, ist jetzt durch das Kuratorium benannt worden.
Ausgezeichnet wird Dr. med. Dipl.-biochem. Andreas Weimann vom Institut für Laboratoriumsmedizin und Pathobiochemie der Berliner Charité für seine exzellente Arbeit zur "Implementierung eines kosteneffektiven, konsolidierten und verbesserten telehämatologischen Services der drei Universitätskrankenhäuser der Charité - Universitätsmedizin Berlin".
Höhere Qualität, besserer Service, niedrigere Kosten
Im Rahmen der Fusion der drei Berliner Universitätskliniken zur "Charité - Universitätsmedizin Berlin" findet auch ein Zusammenschluss der einzelnen Routinelabore statt. Ziel des Projektes war es, diesen Prozess zur Einführung einer innovativen telediagnostischen Lösung im Bereich der Labor-Hämatologie zu nutzen. Dadurch sollten die Qualität der Analysen sichergestellt, der Service verbessert und nicht zuletzt die Kosten für Verbrauchsmaterial und Personalaufwand reduziert werden – angesichts der angespannten Haushaltslage in Berlin ein richtungweisendes Projekt.
Dank der erfolgreich durchgeführten Vernetzung der drei Universitätskrankenhäuser und dem Einsatz der neu entwickelten Telehämatologie-Systeme kann der Großteil der hämatologischen Routinelaboranforderungen heute vollautomatisch im Zentrallabor verarbeitet werden. Erstmals können Labormitarbeiter diagnostische Auffälligkeiten direkt online überprüfen – völlig unabhängig von ihrem jeweiligen Standort. Mittels der digitalisierten Daten und Ergebnisse ist es Medizinern problemlos möglich, Telekonferenzen und Telekonsultationen mit Kollegen durchzuführen. Eine zentrale digitale Bilddatenbank erlaubt zudem einen einfachen Vergleich verschiedener gespeicherter Blutausstriche eines Patienten.
Telemedizin ermöglicht effektive Online-Zusammenarbeit
Der Routineeinsatz einer neu entwickelten Software für Qualitätsmanagement verbessert die Qualität und Erfassung der Analysen zusätzlich. Für die Zukunft wird ein telehämatologischer Austausch von Befunden mit Krankenhäusern außerhalb des Charité-Verbundes angestrebt – so können auch externe Experten ohne Zeitverzug und an jedem beliebigen Ort konsultiert werden.
Die Verleihung des Richard-Merten-Preises findet am 31.10.2007 ab 17:30 Uhr im Hotel Hessischer Hof in Frankfurt / Main statt. Die Festrede hält Herr Prof. Dr. Günter Neubauer, Professor für Volkswirtschaftslehre mit dem Spezialgebiet Sozial- und Gesundheitsökonomik an der Universität der Bundeswehr in München. Prof. Dr. Neubauer war Mitglied des Sachverständigenrates für die konzertierte Aktion im Gesundheitswesen und ist ein Experte für die Finanzierung des Gesundheitssystems.
Der Richard-Merten-Preis ist einer der renommiertesten Preise im deutschen Gesundheitswesen und wird seit 1992 von der Stiftung Richard-Merten-Preis verliehen. Das Ziel: herausragende Arbeiten auszuzeichnen, die mittels Nutzung moderner EDV eine Verbesserung des medizinischen /pharmazeutischen Handelns ermöglichen und damit einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung im Gesundheitswesen leisten. Stifter des Preises sind die ADG Apotheken-Dienstleistungsgesellschaft mbH, Mannheim, die DOCexpert GmbH, Bamberg, die MCS Modulare Computer und Software Systeme AG, Eltville, sowie das Marktforschungsunternehmen medimed GmbH, eine Tochtergesellschaft der Cegedim Deutschland GmbH.
3.614 Zeichen (inklusive Leerzeichen und Überschrift)